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Geschichte und Technik der

Elbdeichcam


Klicken Sie hier, um die Geschichte des neuen Rechners im Mai 2009 zu lesen

Klicken Sie hier für Neuigkeiten seit der "Renovierung" der CAM am 17.06.2007

Als ich 1998 nach Grünendeich zog, hatte ich sehr schnell die Idee,
mit Hilfe einer kleinen Kamera das Geschehen auf der Elbe zu verfolgen.

Zunächst befestigte ich die Kamera einfach am Fensterrahmen des Dachbodenfensters
und schaute mir das Bild auf dem Fernseher an.

Das war schon mal ganz nett...

Kurz danach bastelte ich eine Drehmechanik mit zwei Modellbauservos,
um auch einmal in eine andere Richtung sehen zu können.

Da die Kamera auch abwärts geneigt werden konnte, war es sogar möglich,
herannahenden Besuch rechtzeitig zu sehen. Hier ein Bild von dieser Kamera und dem Rotor


Nun mußte die Kamera natürlich nach draußen, um das Blickfeld zu verbessern.
Mein Vermieter erlaubte mir den Anbau am Giebel. Als Wetterschutz nahm ich eine alte Außenlampe.

Ab und zu fragten tatsächlich Besucher, was ich denn mit einer Außenleuchte so hoch oben am Giebel machen würde...

Jetzt war es noch viel netter, es gab es schon richtig was zu sehen:



Groß war meine Freude, als die Bäume am Elbufer gekappt wurden und
der Blick noch besser wurde.

Damals entstand auch die Idee, die Kamera "vielleicht mal irgendwann" als Webcam zu benutzen.

Dann kam der erste Besuch der 'Queen Mary2' und der damit verbundene Mordshype.
Leute, war hier ein Betrieb !
Schulter anSchulter standen die Menschen,
nur um im nebligen Morgengrauen einen Blick uf die Queen zu erhaschen.
Was soll ich sagen, da habe ich mich dann endlich aufgerafft,
das Bild meiner Kamera der restlichen Welt zugänglich zu machen.

Doch dafür brauchte es natürlich ein besseres Bild als die wenigen schwarzweißen Zeilen der kleinen Einplatinenkamera.
Für 5.- Euro bekam ich in einem namhaften Inernetauktionshaus eine ausgediente
Video-8 Kamera mit defektem Kassettenteil.
Diese Kamera sollte etwas "abgespeckt" und dann in ein wetterfestes Außengehäuse eingebaut werden.
Leider ging sie dabei völlig kaputt...(Das kamerainterne Netzteil sandte Rauchzeichen...)
Dies waren die kläglichen Reste.

Nach diesem Fehlschlag erwarb ich eine professionelle Überwachungskamera,
weil ich keine Lust mehr auf weitere Experimente hatte.
Dieses Teil ist DER HAMMER ! Farbige Bilder noch bei 0,01 lx !
Leider hat es festen Focus und Brennweite, man kann also nicht "zoomen".
Da es aber hier so viel zu sehen gibt, und ein elektronisch zoomfähiges Objektiv ca 400.- Euro kostet, habe ich das kleine Objektiv abgeschraubt und probeweise
die Optik der defekten Videokamera vor die Überwachungskamera gehalten.
WAS FÜR EIN BILD !

Nun war die Cam elektrisch "zoombar" und focussierbar, mit verstellbarer Blende für tolle Nachtbilder.

Mechanisch mußte die Optik mit recht grobem Werkzeug (Säge, das Ding war zu lang...)
an die Kamera angepaßt werden, dann konnten beide Geräte in das wetterfeste Außengehäuse eingebaut werden.

Doch vorher noch ein paar Details.
Das Objektiv:


Hier eine Gesamtansicht. Die Cam ist montiert auf einer Aluschiene mit Objektiv,
Heizfolie aus einem Außenspiegel vom Auto und Miniaturlüfter um die Frontscheibe
des Gehäuses beschlagfrei zu halten.
Nicht im Bild ist ein alter Socken von mir, gefüllt mit Silica-Gel, um eventuelle
Feuchtigkeit aufzusaugen.
Die schwarze Platte links ist die Rückseite des Gehäuses, in das die Aluschiene
eingeschoben wird.


Der ganze "Hobel" nochmals von vorne:

Eine Pappscheibe verhindert Streulicht wischen Objektiv und Kamera,
gegen Vibration hilft ein Kabelbinder:


Also rein damit ins wetterfeste Gehäuse:


Neuerdings hat die Kamera nun auch eine Art "Schirmmütze" auf,
die Niederschlag auf die Frontscheibe verhindern soll.

Und ran an den Giebel mit dem Ding ! Glücklicherweise lieh mir mein
Kumpel Knut Henning den Fahrkorb seiner
Bedachungstechnik-Firma.

Nun befindet sich die Kamera also am Giebel und zeigt Ihnen und dem Rest der Welt die aufregenden Geschehnisse auf der Elbe vor Grünendeich.


Zugegeben, der "Kabelsalat" muß noch ein wenig überarbeitet werden...


Für ein Bild im Internet braucht es natürlich noch einen Rechner und Software.

Den Rechner konnte ich günstig von meinem besten Freund Matthias, bzw seiner
Freundin Kristina erwerben, 
die Software gabs bei
LIVECONNECT, und nun ist die Elbdeichcam
DIE EINZIGE LIVECAM, die wirklich bewegte Bilder von der Elbe liefert !

Als "Geburtsdatum" der Elbdeichcam habe ich den 01. September 2004 festgelegt.
Das war so in etwa der Zeitpunkt, zu dem System das erste Mal voll funktionsfähig lief.

Steuerung der Kamera:


Die erste Version der Steuerelektronik sah vor,
den Rotor und die Optik der Cam mit einem
modifizierten "Competition Pro 5000" steuern zu können.

Die Feuerknöpfe wurden durch rote Kunststoffscheiben ersetzt und
mit Kipphebel-Tastern versehen,
die die Optik bedienten. Links Brennweite, rechts Focus.
Außerdem wollte ich gerne auch per Funk (DTMF)
von meiner Arbeitsstelle in Wedel aus die Cam bedienen können.
Diese Platine habe ich dann an einem Samstagnachmittag zusammengebraten:

Nachdem diese Platine fast zwei Jahre lang ihren Dienst getan hat, bedurfte es einer Erneuerung, weil

  • mein Arbeitsplatz nicht mehr in Wedel und damit außerhalb der Funkreichweite liegt
  • die Steuerung per Funk auch von den umliegenden Funkamateuren nicht angenommen wurde
  • die Cam lieber über Internet und damit von den Zuschauern gesteuert werden soll

Zur Anwendung kommen jetzt zwei Relaisplatinen, die von der seriellen Schnittstelle des Webcam-PC gesteuert werden.

Das sieht dann ungefähr so aus:


Die Relaisplatinen sind übrigens von der Firma VELLEMAN als Bausatz erhältlich.
Das ist wirklich prima Material, sehr gute Aufbauanleitung, die Bauteile sind sogar in der Einlötreihenfolge gegurtet!

Die beiden Platinen und ein bischen Peripherie habe ich in einen Metallkasten eingesperrt.
Der Competition Pro 5000 ist aber immer noch mit von der Partie...

Der Kasten wird vom PC mit Spannung versorgt.

Ups, leichte Schleichwerbung...
So sieht die gesamte "Anlage" der Webcam nun aus.
So, nach einigen tausend Betriebsstunden hat es der alte ALDI-Rechner nun hinter sich. Nein, kaputt ist er nicht, Computer von"Feinkost-Albrecht" gehen nicht kaputt.

Aber er war zu langsam geworden für das etwas vergrößerte Bild UND die Schiffsdatenauswertung.

Daher tut nun ein HP Pavillion Dienst, er ist deutlich schneller und kann locker beide Aufgaben gleichzeitig wahrnehmen. Und der Clou ist: Wenn nun der Datentransfer ins Internet "hängt", dann macht die Steuersoftware selbsttätig einen Reset und startet den Rechner neu ! So wird die Cam hoffentlich nie wieder länger als ca 15 Minuten "hängen"....
Der graue Kasten oben ist die Elektronikbox für den Rotor, die Blende etc. Links neben dem Rechner steht hochkant ein Bildverbesserer, er macht das vom Dachboden per Kabel heruntergereichte Bild ein wenig schärfer und heller...
Und so sieht in etwa der Bildschirm aus:
Links oben die Lagepläne, rechts oben der Videoencoder, rechts in der Mitte das Programm für die Schiffsdaten, darunter der Videosender und links unten das Steuerprogramm für die Cam, die Blende, den Rotor etc.


Und so geht es weiter:
Als Nächstes werde ich den Cam-Rotor so umbauen, daß der PC die Lage des Rotors ermitteln kann.
Dazu ist im Rotor etwas Elektronik notwendig,
die dem PC die Links/Rechts und Oben/Unten - Position mitteilen kann,
damit der PC die Steuerung besser durchführen kann.

Also schauen Sie wieder herein und verpassen Sie nicht die neuen Berichte !

Renovierung der CAM am 15./16./17. Juni 2007

Eine kleine "Überarbeitung" der Elbdeichcam war seit einiger Zeit überfällig.
Folgende Arbeiten wollte ich gerne ausführen:

  • Demontage der Cam samt Rotor
  • Demontage der Antennen für den AIS-Empfänger samt des provisorischen Halters
  • Neukonstruktion eines Antennenhalters
  • Erweiterung der Elektronik des Rotors
  • Kontrolle der Cam-Elektronik und Erneuerung des Silica-Gel im Gehäuse
  • Wiederanbau des Antennenhalters und der Cam samt Rotor

Aber das dies nur die "Grobziele" sein sollten, war mir auch schon am Freitagnachmittag klar, als ich den Fahrkorb
von der
Firma Knut Henning Bedachungen in Stade holte.
Rund um die oben beschriebenen Tätigkeiten sollte es viel zu tun geben...
Da ich gerade dort oben zu tun hatte, habe ich zuerst einmal das Werbebanner für die Elbdeichcam richtig befestigt. Das pflegte nämlich bei starkem Wind von den Haken zu wehen...

Also wurden zwei neue Haken angebracht und schon ist das Banner "sturmsicher".
Um die Kabel endlich einmal vernünftig durch die Mauer zu führen, habe ich dann noch "mal eben" einen halben Mauerstein aus der Wand entfernt. Das ergab einen schönen Schacht. Dann noch von außen durch die innere Mauer gebohrt, zur "Markierung" des Loches an der Innenseite.
Die gesamte Cam samt Rotor wurde also heruntergenommen, der provisorische Antennenhalter mit den Antennen wurde abgebaut, nachdem die Cam abgeschaltet worden war und innen auf dem Dachboden die entsprechenden Kabel gelöst wurden.
Im Keller habe ich die Baugruppen zerlegt und zunächst den neuen Antennenhalter konstruiert. Der sollte aus Holz sein genau in die Giebelspitze passen und dort verschraubt werden. Das Holz muß natürlich lackiert werden, um es wetterfest zu machen. Deshalb muß der Antennenhalter als erstes gebaut werden, damit der Lack Zeit zum Trocknen hat.

Hier das Brett im unlackierten Zustand, links wird die Antenne für AIS eingespannt, rechts wird die GPS-Antenne sitzen.
Damit war die erste "Hürde" genommen, nachdem der Lack aufgetragen worden war, habe ich mich mit dem Rotor in meine "Elektronikwerkstatt" zurückgezogen.
Meine Absicht war, eine elektronische Möglichkeit zur Auswertung der Position des Rotors zu schaffen.
Bisher konnte man nur am Bildausschnitt feststellen, wie die Cam gerade positioniert ist. Ferner gibt es die elektrischen Endlagenschalter links, rechts, oben und unten, die mechanische Beschädigungen des Rotors zu vermeiden.
Nun sollte es irgendwie möglich werden, die Umdrehungen der Motoren mitzuzählen und so die jeweilige Position des Rotors zu bestimmen. Wie genau das gehen, darüber hatte ich zunächst keine Idee.
Hier mal ein Bild vom Innenleben des Rotors.

Als Konzept hatte ich mir überlegt, die Umdrehungen der Motorwellen zu zählen. Das wäre wegen der großen Untersetzung hinreichend genau, um die Position zu erfahren.
Als "Zähler" wollte ich eine ausgediente serielle Logitech-Maus nehmen. Dort drinnen sind zwei Schlitzscheiben, deren Umdrehungen von zwei Lichtschranken abgetastet werden. Die Anzahl der gezählten Impulse jeder Lichtschranke wird seriell über den Com-Port an den Computer übertragen und kann dort recht leicht ausgewertet werden.

Die ausgediente Maus wäre also ideal, um die Umdrehungen der Motorwellen zu zählen.


So, wie auf dem Bild sieht eine der Motorwellen aus.
Zum Abtasten gehen die Schlitzscheiben aus der Maus leider nicht, weil die Motoren zu schnell drehen. Also muß eine alternative Schlitzscheibe her, die dann auf der Motorwelle befestigt wird. Glücklcherweise hab ich in der Schrottkiste Teile von zerlegten Druckern:
Am Außenrand der kleinen durchsichtigen Scheiben sind ganz feine Striche aufgedruckt. Damit wurde beim Drucker der Papiervorschub vermessen. Aber auch diese Striche sind viel zu fein.

Also werden mit einem schwarzen Schreiber die Schlitze selbst gemalt, einer reicht, habe ich beschlossen:

Den "Zählschlitz" sieht man hier vorne in der Mitte.

Ach ja, man sieht auch, daß die Scheibe etwas im Durchmesser reduziert wurde.

 

Nun kam es zu einem ganz schwierigen Problem, wie bekommt man das weiße Nylonzahnrad auf die Motorwelle ?
Kleben ?
Keine Chance ! Nylon läßt sich mit fast keinem handelsüblichen Kleber fest genug kleben. Und die Motorwelle ist gesintert, da klebt nicht mal Heißkleber drauf. Ich war bereits kurz vor dem Verzweifeln, hätte das Projekt fast gekippt, denn es war mittlerweile auch Mitternacht... Ich brauchte so etwas wie einen "Mitnehmer", der das Zahnrad auf der Welle fixiert. Die Motoren auszubauen und die Welle mittig anzubohren wäre die letzte, aufwendigste Lösung gewesen, auf die ich überhaupt keine Lust hatte. Was tun ? Was nur? Da fiel mein Blick auf etwas so banales wie einen Quetschverbinder:
Der geschlitzte Teil rechts hat zufällig genau den Innendurchmesser der Motorwelle, der Außendurchmesser des geschlitzen Teiles hat fast genau den Durchmesser des Loches der weißen Zahnräder, welch ein toller Zufall !
So paßt das kleine Teil auf die Motorwelle. Auf dieses Teil kann das weiße Zahnrad aufgeschoben werden. Es hält, es dreht sauber mit, es eiert nur ganz wenig, es ist fast perfekt !
Für den Horizontalmotor konnte ich das Zahnrad samt der durchsichtigen Scheibe benutzen, für den Vertikalmotor klappte das nicht. Dazu bot leider das Gehäuse des Rotors nicht genügend Platz. Sogar das Zahnrad selbst mußte im Durchmesser und in seiner Form verändert werden, damit es nicht innen am Gehäuse schleift. Dazu mußte ich das Zahnrad mit der alten Achse, auf der das Zahnrad im Drucker gesessen hatte, drehen lassen. Dann konnte ich mit einer Feile Material abtragen. Dazu brauchte es nicht einmal eine Drehbank, denn ich habe so etwas:
So konnte ich das Zahnrad sauber "abdrehen" und es für das Gehäuse passend machen. Den Schlitz für die optische Abtastung habe ich mit einer Laubsäge erzeugt.

Danach konnten dann die Zahnräder auf die Motorwellen gesetzt werden.
Hier das Zahnrad für der Vertikalmotor. Man sieht hier links unten auch schon die optische Abtastung aus der Maus, die hier auf einer Lochrasterplatine Platz gefunden hat.
Das hier sind die kleinen optischen Bauteile aus der Maus. Rechts eine Infrarot-Sendediode und links ein Doppel-Fototransistor. "Doppel" deshalb, weil es zwei nebeneinanderliegende Sensoren braucht, um die Drehrichtung der Schlitzscheibe zu erkennen. Je nachdem, welcher der beiden Fototransisitoren zuerst Licht bekommt, kann man die Drehrichtung erkennen.

Und man muß sehr genau hinsehen, auch in den inneren Aufbau der ehemaligen Maus, um zu sehen, daß der Schlitz von oben nach unten (bzw unten nach oben) wandern muß, um den Fototransistor zu betätigen.
Hier eine Detailaufnahme der beiden Schlitzscheiben mit den optischen Abtastern.
So sieht es aus, das "neue" Innenleben des Rotors.

Links ist die alte Mausplatine zu sehen. In den Kabelbaum zu den optischen Abtastern habe ich einen einfachen Steckkontakt eingebaut, damit man die Platine entnehmen kann.

Zahlreiche Tests waren erforderlich, um die genaue Ausrichtung der Infrarotdiode und des Fototransistors zueinander so hinzubekommen, daß die Abtastung auch wirklich zuverlässig arbeitet.

Darüber war es dann Drei Uhr Nachts geworden und es folgte eine Schlafpause...
Am Samstag wurde dann die Cam selbst kurz gewartet. Wie das Cam-Teil von innen aussieht, sieht man oben im "alten" Teil. Im Cam-Teil wurde nur das Silica-Gel ausgetauscht. Das ist ein Salz, welches sehr viel Feuchtigkeit aufnehmen kann und so ein Beschlagen der Cam verhindert, wenn doch einmal etwas Feuchtigkeit in das Gehäuse dringen sollte.
   
Als erstes habe ich die Markierungen des von außen durchgebohrten Kabelschachtes so erweitert, daß auch von innen ein schönes Loch zur Durchführung der Kabel entsteht:
Da ich sowieso gerade dort oben zu tun hatte, und die nach außen führenden Kabel ja gerade demontiert waren, wollte ich "schnell mal eben" die Elektronikecke aufräumen.
Dazu wurde erst einmal die gesamte Elektronik demontiert. Da ich sowieso gerade den Dachboden isoliere und ausbaue, bot sich die Gelegenheit.
Beim Isolieren hatte ich nämlich die Elektronikecke zunächst ausgelassen.
Nun wurde isoliert, dann eine Holzplatte angeschraubt. Auf der Holzplatte wurde dann die Elektronik neu angeordnet und sauber verdrahtet. Leider, oder zum Glück, gibt es vom "Vorher" keine Fotos, so sieht es "Nachher" aus:
Die "Kabelkringel" links müssen noch verschwinden,
die Antennenkabel etwas verkürzt werden,
dann sieht das schon fast gut aus...
Nun hat so ein tolles Loch in der Mauer den Vorteil, daß man dort die Kabel sehr gut durchstecken kann. Und den Nachteil, daß es dort reinregnen könnte.

Anhand der Maße des Loches habe ich einen Regenabweiser gebaut. Das Teil ist komplett aus PVC, verschraubt mit Edelstahlschrauben und abgedichtet mit Silikon. Es wird dann nach dem Anbau noch lackiert.
Danach war der Samstag auch fast schon wieder vorbei. Das Antennenbrett wurde nochmals lackiert. Der Rest des Tages ging dann mit Aufräumen auf dem Dachboden und in der Werkstatt sowie im "Elektroniklabor" drauf...
Am Sonntagmorgen wurde dann als erstes der Fahrkorb in Position gebracht...

Das Ding ist ein recht langes Fuhrwerk...
So sieht es von oben aus.
Menschen mit Akrophobie bitte wegsehen...
Zunächst habe ich dann das Antennenbrett wieder angebaut. Danach kamen die Antennen dran, die Kabel wurden angeschlossen und durch den neuen Kabelschacht geführt.

Die Cam wurde wieder angebaut und der Halter für den Rotor entrostet und mit einem Rest schwarzem Hammerschlag-Effektlack "Ha******te direkt auf Rost" angestrichen. Mal sehen, wie lange das hält...

Die ehemaligen Löcher für die Kabel wurden mit reichlich Silikon verschlossen, damit keine Feuchtigkeit in die Mauer dringen kann.
Auch die Kabel für die Cam wurden durchgeführt, danach konnte ich den Regenschutz anbauen und lackieren.

So sieht das doch alles schon viel besser aus...
In diesem Zusammenhang vielen Dank an meinen Nachbarn Johann für diese Fotos. Er mußte deswegen extra aufstehen...
...
Hallo Welt !
Soweit waren die Arbeiten an der Außenanlage dann fertig.

Die gesamte Anbauaktion wurde für interessierte Zuschauer übrigens bereits ins Internet übertragen, einige von Ihnen haben ja zugeschaut und entsprechende Kommentare gesendet...
 
Innen wurde zuerst die Cam wieder angeschlossen und das Bild wieder ins Internet gesendet.

Nachdem der Rotor angeschlossen war, die Cam also auch wieder in die "richtige Richtung" schaute, konnte der AIS-Empfänger angeschlossen werden und somit lief die gesamte Anlage so wie vorher.
Das Kuriose daran war, daß wirklich ALLES auf Anhieb funktionierte, ohne irgendwelche Problem zu machen. WO war bloß Murphy an diesem Morgen ?

Nun muß "nur noch" die Software ein wenig verändert werden, dann kann der Rechner die aktuelle Position des Rotors verarbeiten und so zum Beispiel die aktuelle Blickrichtung der Cam anzeigen.

Das wird dann demnächst erfolgen....

Schauen Sie wieder herein !

Ein schnellerer Rechner für die Elbdeichcam

Der technische Fortschritt läßt sich nicht aufhalten,
der Hersteller der Webcam-Software geht mit der Zeit und
entwickelt immer bessere, schnellere Software,
die immer größere Bilder ins Internet senden kann.

Aber der alte ATHLON im Elbdeichcam-Rechner kam so langsam nicht mehr mit...

Seit ich im Frühjahr 2009 die allerneueste Version der Software bekommen hatte,
war es klar, der alte Rechner muß nach geschätzten 30.000 Betriebsstunden in Rente.

Kaputt ist er nicht, aber er wurde trotz aller softwaremäßigen Pflegemaßnahmen
irgendwann mit der Datenflut nicht mehr fertig.

Ein Hoch auf die Produkte von Feinkost-Albrecht, er hat sich sein Altenteil wirklich verdient,
war nie groß kaputt oder ähnliches und
hat im Laufe der Zeit geschätzte 1 TB an Daten ins Internet befördert.

Ein "Neuer" mußte her.

Also wurde mal ein bischen Material eingekauft, dank der vielen Spender war etwas Geld in der Kasse...

Ein neues Gehäuse, Motherboard mit Zubehör als Umrüstkit, eine Schnittstellenkarte und Kleinteile.

Das wird das neue Herz der Elbdeichcam.

Ach ja, nicht im Bild ist auch eine neue,
gebrauchte Hauppauge WinTV,
die die Bilder einfängt. Die gabs bei einem namhaften Internet-Auktionshaus...

Also, dann mal ans Werk.
Das war am 21.04.2009.

Etwas später lief er dann schon und bekam seine Software, WINDOWS XP, und einige Testprogramme. Leider fingen hier auch die Probleme an, denn die Schnittstellenkarte für 4 RS-232 Ports wollte nicht mitspielen. Sie war auch tatsächlich defekt. Eine andere Karte wurde beschafft und tut nun tadellos ihren Dienst.

Das war am 22.04.2009

Das "Auto" hier ist übrigens meine "Mobile PC-Teststation", gefertigt aus einem alten Oszilloskop-Rollwagen, Tastatur, Maus, Steckdosenleiste und dem wohl unzerstörbaren IIYAMA Vision Master 17´´.

Der schwierigste Teil war die Portierung der Software auf den neuen Rechner. Sie besteht ja aus vielen kleinen Programmen, allein der Video-Teil hat zwei Programme, die miteinander arbeiten. Dann die Steuerung der CAM, die Auswertung des AIS und die Entwicklungsumgebung. Alles war über die Jahre gewachsen und sauber auf der Festplatte verstreut. Um dies ein wenig zu ordnen und wieder lauffähig zu machen, war das Pfingstwochenende genau richtig...

Am Abend des 31.05. war es dann soweit:

Nachdem gegen 22:30 wie immer die Elbdeichcam ausgeschaltet wurde, wurde der alte Rechner mit seiner gesamten Peripherie (Relaiskasten, Videoenhancer, DVD-Player usw) abgebaut und durch den neuen ATHLON64 ersetzt.

Man sieht hier ein wenig auch meine "Unter-Schreibtisch-Leuchte". Nix ist praktischer bei spontanen Arbeiten da unten....

Gegen 23:30 konnte der erste Testlauf erfolgen: NIX ! Es tat sich NIX !

Na klar, man sollte dann auch die korrekten Daten zum Hochladen der Filme und Dateien eingeben, nicht mehr die zum Test eingetragenen Daten verwenden.....

Jetzt läufts, seit dem 01.06. kurz nach acht Uhr ist "der Neue" in Betrieb, und er wird es wohl noch lange bleiben, schnell wie er ist.

Kleiner Vergleich:

Alter Rechner
Neuer Rechner
ATHLON 2400+ ATHLON X2 7750+
512 MB RAM 2,8 GB RAM
80 MB Festplatte 150 GB Festplatte
NVIDIA GeForce4 MX 440 (256 MB) NVIDIA GeForce 6150SE (512 MB)
WINDOWS XP SP2 WINDOWS XP SP3

 

 

Noch ein kleiner Blick auf den Testlauf: Links mein Laptop mit Zweitbildschirm und der Website der Elbdeichcam zur Überprüfung, ob alle Daten ankommen.

Rechts der Power-Manager und der Bildschirm der Elbdeichcam mit Trackball und Joystick zur Steuerung des Rotors.

 

Wie geht es weiter ? bei e**y gabs neulich einen baugleichen Rotor wie den, der an meinem Giebel seinen Dienst tut. prima, jetzt habe ich die Möglichkeit, ganz ohne Zeitdruck endlich die Steuerung des Rotors zu verbessern.

Das wird dann wohl als Nächstes passieren....

....und der nächste Materialsatz liegt auch schon bereit. Aber wofür der ist, wird noch nicht verraten. Sie dürfen aber gerne Vermutungen äußern...
So viel sei schon mal gesagt: Es mußte wieder eine gebrauchte Videokamera (5€ bei e**y) dran glauben, um preiswert an ein gutes Objektiv zu kommen....

ELBDEICHCAM -reloaded!-

Januar 2012.

Endlich soll die Bildqualität und die Bildgröße der Elbdeichcam verbessert werden.
Dazu habe ich extra einen zweiten DSL-Anschluß legen lassen, weil ein Anschluß allein einfach zu langsam ist.
Aber beide Anschlüsse parallel sollen nun die Wende reißen.
ABER: Dafür muss auch ein viel schnellerer Rechner her!

Auf Empfehlung des Herstellers der Kamerasoftware soll es ein QUAD-CORE,
also ein Rechner mit einem Hauptprozessor mit vier Rechenkernen sein.

Sowas gibts bei ATELCO, die Peripherie gleich dazu:

 

Ein Gehäuse aus dem Schrott, Motherboard mit Zubehör, Prozessor, Speicher, Grafikkarte.

Das wird das neue Herz der
ELBDEICHCAM -reloaded!-.

 

 

Spät in der Nacht vom 27.01.2012 auf den 28.01.2012 war der Rechner so weit fertig:

An alle Kenner: Ja, das Gehäuse stammt aus der Firma und wurde ganz offiziell verschrottet. Papiere liegen vor.

Mal zum Vergleich:

 

Alter Rechner
Neuer Rechner
ATHLON X2 7750+ AMD Phenom II X4 840
2,8 GB RAM 4,0 GB RAM
150 GB Festplatte 500 GB Festplatte
NVIDIA GeForce 6150SE (512 MB) ATi RAdeon HD5450 (512 MB)
WINDOWS XP SP3 WINDOWS XP SP3

 

 

Nach dem Installieren von XP und der Grundsoftware sowie gefühlten 7000 Updates, die sich die Kiste aus dem Netz ziehen musste, wurde die neue Videosoftware aufgespielt.

Man sieht im Taskmanager sehr schön die 4 Prozessorkkerne werkeln...

 

Blick auf die für die Installation des Rechners notwendigen "Peripherteile"....

 

 

Liebe Spender und Unterstützer, vielen Dank an Sie alle!


Ohne Ihre Unterstützung wäre diese Webcam nicht möglich !

Schauen Sie wieder herein !

 

Eine neue Kamera ?

 

 

Durch sehr verworrene Wege kam ich an eine Picturetel PTZ-4P Kamera, wie sie früher für Videokonferenz-Systeme verwendet worden war.

Das Ding lag schon lange bei mir rum, wäre sogar schon beinahe der "Verwertung" zugeflossen, aber dann haben findige Bastler aus meunem Bekanntenkreis das Ding mal angeschlossen und festgestellt, daß es eine sehr gute Optik hat. Mit Autofocus, Auto-Blende usw.

Also muss man mal testen, ob es als Webcam taugt.

Dazu habe ich das Teil auf den Dachboden geschafft und ein "Testgestell" gebaut:

 

Ein Sägetisch, ein Stück Dachlatte, die Autobatterie liefert die 12 Volt für die Kamera.

Die Kabel wurden einfach durch die Dachbodenklappe nach unten geworfen und die Kamera zusätzlich mit einer Schraubzwinge gesichert.

 

Schon schaute die Kamera zum Fenster hinaus und bildete so in etwa den gleichen Bildausschnitt ab wie die "richtige" Elbdeichcam.

Der Bootshaken hielt das Fenster offen...

 

 

So sah das Teil von außen aus...

 

Der erste Eindruck: Die "neue" Kamera machte wirklich ein tolles Bild! Der Autofocus reagierte super auf Bildveränderungen, die Steuerung der Kamera mit einem von mir selbst erstellten kleinen Programm lief perfekt.

Spannend wurde es mit Eintritt der Dunkelheit.

 


Bild der "alten" Kamera

Bild der "neuen" Kamera

Bei Bilder wurden per Screenshot mit ca 10 Sek Abstand aufgenommen.
Schade, die neue Kamera kann leider bei Dunkelheit nicht mit der "alten" mithalten.
   

 

Demnächst hier mehr Neuigkeiten...

 

 

 

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